Aus der Opferrolle in die wahre Führungsstärke

Drama Dreieck

Wie du aus der Opferrolle in deine wahre Führungsstärke zurückkommst: Ein Coachingbeispiel

Meine Klientin Monika* führt ein Team von 20 Mitarbeitenden und mehreren Freelancern.

Doch obwohl alles gut zu laufen schien, gab es immer wieder einen Mitarbeitenden, der sie an ihre Grenzen brachte. Dieser Mitarbeiter hielt sich nicht an Abmachungen, verzögerte Aufträge und reagierte trotzig, fast kindlich-stur.

Was für Monika anfangs wie eine einfache Herausforderung wirkte, zog sich über ein Jahr hin und begann, ihre Gedankenwelt und ihre Energie zu dominieren.

Drama-Dreieck als Spiegel

In der Arbeit mit dem Drama-Dreieck nach Karpman beantwortete Monika für sich die Frage: Wo bewege ich mich im Zusammenspiel mit meinem Mitarbeiter?

Retterin, Opfer oder Verfolgerin?

Konflikte eskalieren oft, weil Menschen unbewusst eine dieser Rollen einnehmen. Das Modell macht destruktive Dynamiken sichtbar und eröffnet Alternativen.

  • Retterin: „Ich muss ihm helfen, er kann ja nicht anders.“
  • Opfer: „Ich kann das nicht mehr alleine tragen.“
  • Verfolgerin: „Er ist respektlos, ich muss jetzt durchgreifen.“

Wir malten das Dreieck auf ein grosses Blatt Papier und Monika überlegte mit kleinen Reflexionsfragen von mir:
Wann bist du wo drin?
Was ist der Preis?
Was wäre eine gesunde Alternative?

wo sie sich im Drama-Dreieck sieht.
Es wurde schnell klar, dass sie, wie viele Führungskräfte in ähnlichen Situationen, zwischen den Rollen der Retterin und des Opfers im Drama-Dreieck pendelte.

Diese inneren Rollen waren Monika nicht bewusst, aber tief wirksam. Erst die gezielte Arbeit mit dem Modell machte sichtbar, wie sehr sie die Situation daran hinderte, in eine kraftvolle Führungsrolle zurückzukehren.

Mit diesem Perspektivenwechsel war es für Monika möglich eine neue Haltung einzunehmen.

Der Wendepunkt: Klarheit durch Struktur

Um Monika weitergehend zu unterstützen, arbeiteten wir mit dem Klarheitsquadrat nach Schulz von Thun, um ihr eine klare Struktur für das nächste Gespräch mit dem Mitarbeitenden zu geben.

Das Klarheitsquadrat hilft dabei, Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse zu sortieren und die Kommunikation klar und zielgerichtet zu gestalten. Dies ist gerade für heikle Gespräche, bei denen Rückmeldung, Positionierung oder Konfliktklärung nötig ist, sehr wertvoll.

Das Klarheitsquadrat besteht aus vier Feldern:

  1. Was denke ich?
    (Fakten, Beobachtung, Einschätzung)
    B. „Der Bericht wurde trotz mehrmaliger Bitte nicht überarbeitet.”
  2. Was fühle ich?
    (Emotionen klar benennen)
    B. „Ich bin irritiert und enttäuscht.“
  3. Was will ich?
    (Ziel der Kommunikation, Klärung)
    B. „Ich wünsche mir, dass Arbeitsaufträge ernst genommen werden.“
  4. Was brauche ich?
    (klare Erwartung formulieren)
    B. „Ich erwarte, dass Überarbeitungen künftig fristgerecht erfolgen.“

→ Hier ergänze ich im Coaching gern um die stärkende Frage: „Wenn du aus Klarheit statt aus Emotion sprichst – was wird möglich?“

Ich habe mit Monika auf Post-its Punkte zu den einzelnen Feldern gesammelt und mit ihr das Gespräch durchgespielt, damit sie ihre Kommunikation einmal ausprobieren kann.

Danach sind wir gemeinsam in die Reflexion gegangen und Monika durfte beurteilen, wie sich dieses Gespräch für sie angefühlt hat, welche Wirkung es hatte und was sich für sie verändert hat.

In der Kombination aus dem Drama-Dreieck und dem Klarheitsquadrat entstand für Monika nicht nur ein neuer Handlungsspielraum, sondern vor allem ein neues Bewusstsein: Klarheit bedeutet nicht Härte. Sie bedeutet auch nicht mangelnde Empathie.

Im Gegenteil: Klarheit ist ein Ausdruck von Respekt gegenüber sich selbst und dem Mitarbeitenden.

Klarheit ist der erste Schritt zur Führung auf Augenhöhe

Deshalb ist Klarheit auch die erste Station im KRONE-Prinzip meiner Arbeit.
Denn erst wenn Klarheit herrscht – über Rollen, Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen – kann Kommunikation konstruktiv, wertschätzend und wirksam werden.

Dieses Coaching war ein eindrückliches Beispiel dafür, wie wichtig innere Reflexion und klare Struktur im Führungsalltag sind.

Und wie tief das Drama-Dreieck und das Klarheitsquadrat wirken können, wenn sie nicht nur als Theorie, sondern als Spiegel und Kompass eingesetzt werden.

Klarheits Viereck

Bist du bereit für Klarheit in deiner Führung?

Wenn du dich in Monikas Geschichte wiedererkennst und Klarheit für deine eigene Führungskraft entwickeln möchtest, dann melde dich noch heute bei mir für ein unverbindliches Gespräch.

Tanja

 *Name geändert

Hier schreibt Tanja Klaus. Ich bin Business Mentorin und Mental Coach im Raum Zug/Oberägeri. Ich begleite Experten die ihr eigenes Unternehmen führen,  Führungskräfte und High Performer dabei, mit echter Passion zu führen und den Raum zu schaffen, den schlagkräftige und erfolgreiche Teams brauchen. 

Teile den Beitrag

Aus der Opferrolle in die wahre Führungsstärke

Drama Dreieck

Wie du aus der Opferrolle in deine wahre Führungsstärke zurückkommst: Ein Coachingbeispiel

Meine Klientin Monika* führt ein Team von 20 Mitarbeitenden und mehreren Freelancern.

Doch obwohl alles gut zu laufen schien, gab es immer wieder einen Mitarbeitenden, der sie an ihre Grenzen brachte. Dieser Mitarbeiter hielt sich nicht an Abmachungen, verzögerte Aufträge und reagierte trotzig, fast kindlich-stur.

Was für Monika anfangs wie eine einfache Herausforderung wirkte, zog sich über ein Jahr hin und begann, ihre Gedankenwelt und ihre Energie zu dominieren.

Drama-Dreieck als Spiegel

In der Arbeit mit dem Drama-Dreieck nach Karpman beantwortete Monika für sich die Frage: Wo bewege ich mich im Zusammenspiel mit meinem Mitarbeiter?

Retterin, Opfer oder Verfolgerin?

Konflikte eskalieren oft, weil Menschen unbewusst eine dieser Rollen einnehmen. Das Modell macht destruktive Dynamiken sichtbar und eröffnet Alternativen.

  • Retterin: „Ich muss ihm helfen, er kann ja nicht anders.“
  • Opfer: „Ich kann das nicht mehr alleine tragen.“
  • Verfolgerin: „Er ist respektlos, ich muss jetzt durchgreifen.“

Wir malten das Dreieck auf ein grosses Blatt Papier und Monika überlegte mit kleinen Reflexionsfragen von mir:
Wann bist du wo drin?
Was ist der Preis?
Was wäre eine gesunde Alternative?

wo sie sich im Drama-Dreieck sieht.
Es wurde schnell klar, dass sie, wie viele Führungskräfte in ähnlichen Situationen, zwischen den Rollen der Retterin und des Opfers im Drama-Dreieck pendelte.

Diese inneren Rollen waren Monika nicht bewusst, aber tief wirksam. Erst die gezielte Arbeit mit dem Modell machte sichtbar, wie sehr sie die Situation daran hinderte, in eine kraftvolle Führungsrolle zurückzukehren.

Mit diesem Perspektivenwechsel war es für Monika möglich eine neue Haltung einzunehmen.

Der Wendepunkt: Klarheit durch Struktur

Um Monika weitergehend zu unterstützen, arbeiteten wir mit dem Klarheitsquadrat nach Schulz von Thun, um ihr eine klare Struktur für das nächste Gespräch mit dem Mitarbeitenden zu geben.

Das Klarheitsquadrat hilft dabei, Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse zu sortieren und die Kommunikation klar und zielgerichtet zu gestalten. Dies ist gerade für heikle Gespräche, bei denen Rückmeldung, Positionierung oder Konfliktklärung nötig ist, sehr wertvoll.

Das Klarheitsquadrat besteht aus vier Feldern:

  1. Was denke ich?
    (Fakten, Beobachtung, Einschätzung)
    B. „Der Bericht wurde trotz mehrmaliger Bitte nicht überarbeitet.”
  2. Was fühle ich?
    (Emotionen klar benennen)
    B. „Ich bin irritiert und enttäuscht.“
  3. Was will ich?
    (Ziel der Kommunikation, Klärung)
    B. „Ich wünsche mir, dass Arbeitsaufträge ernst genommen werden.“
  4. Was brauche ich?
    (klare Erwartung formulieren)
    B. „Ich erwarte, dass Überarbeitungen künftig fristgerecht erfolgen.“

→ Hier ergänze ich im Coaching gern um die stärkende Frage: „Wenn du aus Klarheit statt aus Emotion sprichst – was wird möglich?“

Ich habe mit Monika auf Post-its Punkte zu den einzelnen Feldern gesammelt und mit ihr das Gespräch durchgespielt, damit sie ihre Kommunikation einmal ausprobieren kann.

Danach sind wir gemeinsam in die Reflexion gegangen und Monika durfte beurteilen, wie sich dieses Gespräch für sie angefühlt hat, welche Wirkung es hatte und was sich für sie verändert hat.

In der Kombination aus dem Drama-Dreieck und dem Klarheitsquadrat entstand für Monika nicht nur ein neuer Handlungsspielraum, sondern vor allem ein neues Bewusstsein: Klarheit bedeutet nicht Härte. Sie bedeutet auch nicht mangelnde Empathie.

Im Gegenteil: Klarheit ist ein Ausdruck von Respekt gegenüber sich selbst und dem Mitarbeitenden.

Klarheit ist der erste Schritt zur Führung auf Augenhöhe

Deshalb ist Klarheit auch die erste Station im KRONE-Prinzip meiner Arbeit.
Denn erst wenn Klarheit herrscht – über Rollen, Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen – kann Kommunikation konstruktiv, wertschätzend und wirksam werden.

Dieses Coaching war ein eindrückliches Beispiel dafür, wie wichtig innere Reflexion und klare Struktur im Führungsalltag sind.

Und wie tief das Drama-Dreieck und das Klarheitsquadrat wirken können, wenn sie nicht nur als Theorie, sondern als Spiegel und Kompass eingesetzt werden.

Klarheits Viereck

Bist du bereit für Klarheit in deiner Führung?

Wenn du dich in Monikas Geschichte wiedererkennst und Klarheit für deine eigene Führungskraft entwickeln möchtest, dann melde dich noch heute bei mir für ein unverbindliches Gespräch.

Tanja

 *Name geändert

Hier schreibt Tanja Klaus. Ich bin Business Mentorin und Mental Coach im Raum Zug/Oberägeri. Ich begleite Experten die ihr eigenes Unternehmen führen,  Führungskräfte und High Performer dabei, mit echter Passion zu führen und den Raum zu schaffen, den schlagkräftige und erfolgreiche Teams brauchen. 

Teilen Sie den Beitrag

Das könnte Sie auch interessieren: